Heizölpreise aktuell: Preisrückgang bei den Heizölpreisen setzt sich zum Wochenstart fort (05.08.2019)

Brentölpreis verliert zum Wochenstart rund 1,4 % - Euro bleibt über der Marke von 1,11 - Heizölpreise erneut fallend

Heizölpreise: Die bundesdurchschnittlichen Heizölpreise für Heizöl der Sorte Standardqualität bezogen auf eine Abnahmemenge von 3.000 Litern (entspricht einem Energieinhalt von 30.240 kWh) schlossen zum Wochenausklang gegenüber dem Schlussstand vom Vortag mit einem sehr starken Minus von 2,0 % - konkret lag der Heizölpreis am Freitagabend bei 69,16 Euro/100 L - damit konnte der Heizölpreis seinen Stand über die Heizölpreismarke von 70 Euro/100 L nicht halten.

Gegenüber dem Heizölpreisstand vom 1.01.2019 sind die Heizölpreise aktuell um 4,3 % gestiegen.

Heizölpreise-Tendenz: Unter Berücksichtigung der Börsenentwicklungen vom Freitag und dem aktuellen Stand der Börsen am Montagmorgen gehen wir heute für die Heizölpreise von folgender Tendenz aus: fallend!

 

Bereich Schlusskurs
01.08.2019
Schlusskurs
02.08.2019
Veränderung
zum Vortag
Tendenz
05.08.2019
Heizölpreis (€/100L)
3.000 L Standardqual.
70,57 69,16

- 2,0 %

Rohölsorte Brent
(US-Dollar/Barrel)
60,50 61,89 + 2,3 %
Wechselkurs
(Euro/US-Dollar)
1,1092 1,1108 + 0,1 %

 

Als Hauptursachen für die Entwicklung der Heizölpreise können folgende preisbestimmenden Faktoren vom Freitag und dem heutigen Tag herangezogen werden:

1. Ölpreise: Der Ölpreis für die Sorte Brent für eine Auslieferung im Monat Oktober 2019 konnte sich am Freitag gegenüber dem erdrutschartigen Preisverfall von 7,0 % vom Vortag etwas erholen und schloss am Tagesende bei 61,89 USD/Barrel. Nach dem die Verhandlungen zur Lösung des Zollstreites zwischen den USA und China am Donnerstag ohne Ergebnis auf den September vertagt wurden sind, hat Donald Trump Richtung Wochenende die Zollschraube gegen China weiter angezogen, in dem die USA ab September zusätzliche Zölle in Höhe von 10 % auf Waren im Wert von 300 Mrd. US-Dollar erheben werden. Die weitere Zuspitzung im Handelsstreit dürfte auch die weltweite Konjunktur bremsen und die Nachfrage nach Öl mittelfristig sinken lassen.

Seit Jahresbeginn ist der Ölpreis der Sorte Brent um rund 15,0 % gestiegen.

Ölpreis-Tendenz: Zum Start in den Montag ist die kurze Erholungsphase des Brentölpreises schon wieder beendet, der Brentölpreis fällt bei Börsenbeginn um 1,4 % - aktuell steht er bei 61,00 USD/Barrel. Die Ölmärkte werden zum Wochenbeginn erneut mit einer weiteren Abkühlung der Weltkonjunktur konfrontiert - dieses dominierende Szenario belastet die Ölpreise zum Wochenstart.

2. Eurokurs: Der Kurs des Euro schloss zum Freitagabend mit einem leichten Plus von 0,1 % bei 1,1108, damit konnte der Euro knapp die Marke von 1,11 überspringen. Die Zuspitzung des Handelskonfliktes hat auch die Finanzmärkte in Atem gehalten.

Seit Jahresbeginn hat sich der Euro gegenüber dem US-Dollar um 3,1 % verringert.

Eurokurs-Tendenz: Zum Start in die neue Woche zeigt sich der Euro leicht um 0,1 % stärker - aktuell steht er bei 1,1123. Die leichte Erholung des Euro ist vorrangig durch die US-Dollarschwäche getrieben, es bleibt abzuwarten, wie nachhaltig die Erholung des Euro wirklich ist.

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